Initiative Kapitalmarkt Österreich
Pressaussendung 23.04.2026: ÖVFA und Initiative Kapitalmarkt begrüßen Ministerratsbeschluss- Generalpensionskassenvertrag
Regierung öffnet Mitarbeitervorsorge für Pensionskassen. ÖVFA sieht 54-Milliarden-Euro-Hebel für höhere Zusatzpensionen und mehr Kapital für den Standort Österreich.
Wien, 23.4.2026 – Die „Initiative Kapitalmarkt Österreich“ und die Österreichische Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (ÖVFA) begrüßen den jüngsten Ministerratsbeschluss zur Reform der betrieblichen Altersvorsorge ausdrücklich. Kernstück ist der Generalpensions-kassenvertrag, der den Zugang zur betrieblichen Zusatzpension deutlich ausweitet und künftig die Umwandlung von Ansprüchen aus der Mitarbeitervorsorgekasse in eine lebenslange Pensionskassen-Rente erleichtert. Paul Severin, Mitinitiator der „Initiative Kapitalmarkt Österreich“, sagt: „Dieser Ministerratsbeschluss ist ein echter Gamechanger im Kampf gegen Altersarmut. Er ist ein wichtiger erster Schritt. Um die Pensionen dauerhaft abzusichern, braucht es aber schnell weitere Reformen.“ .
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Positionspapier und Veranstaltung 17.09.2024: Der Arbeitskreis „Initiative Kapitalmarkt Österreich“ hat sein aktuelles Positionspapier am 17. September in der Wiener Börse präsentiert. Die Initiative wird von den acht Organisationen Aktienforum, CFA Society Austria, CIRA, ÖVFA, VÖIG, Zertifikate Forum, WKÖ Pensions- und Vorsorgekassen und Wiener Börse unterstützt.
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Die Initiative setzt sich für folgende Themenkreise ein, die über sämtliche Parteigrenzen hinaus als sinnvoll und notwendig erachtet werden.
• Förderung der betrieblichen und privaten Vorsorge für alle Bürgerinnen und Bürger Österreichs
Eine wesentliche Forderung des Arbeitskreises ist, dass künftig nicht nur Arbeitgeber: innen, sondern auch Arbeitnehmer: innen ihre Beiträge zur Vorsorge steuerlich absetzen können sollten. Zudem sollte jeder oder jede Person die Möglichkeit haben, in der zweiten Säule vorzusorgen, ohne darauf angewiesen zu sein, dass Arbeitgeber: innen einen Pensionskassenvertrag unterzeichnet hat. Eine Abwicklung über die Betrieblichen Vorsorgekassen wäre zum Beispiel mit geringem Aufwand möglich. Auch das Vorsorgekonto (Vorsorgedepot) wäre eine sinnvolle Ergänzung, um die private Vorsorge (dritte Säule) zu forcieren.
• Ausbau der Finanzbildung in den Schulen
Um die finanzielle Bildung von Schülerinnen und Schülern zu erhöhen, fordert der Arbeitskreis eine verstärkte Vermittlung von Finanz- und Wirtschaftswissen in den Lehrplänen der fünften bis achten Schulklassen. Dabei sollte Österreich auch regelmäßig am Financial Literacy Modul im Rahmen der PISA-Studie teilnehmen und Best-Practice-Modelle aus anderen Ländern umsetzen.
• Stärkung des heimischen Kapitalmarkts
Eine Stärkung des heimischen Kapitalmarkts könnte durch die Förderung von Mitarbeiter: innen- Beteiligungsmodellen und die Entwicklung des vorbörslichen Bereichs (Private Equity) erreicht werden. Zudem sollte die Rolle des Staates in der ersten Säule des Pensionssystems überdacht werden. Eine Teilnahme am heimischen Kapitalmarkt hätte einen starken Hebel für den gesamten Kapitalmarkt (österr. Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Aktien) zur Folge.
Das gemeinsame Positionspapier der Kapitalmarkt-Stakeholder und die Präsentation der Inhalte steht tieferstehend zum Download zur Verfügung.
PDF Positionspapier
PDF Präsentation
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